Keratokonus

Die Augenkrankheit Keratokonus (von griechisch κέρας Keras ‚Horn’, lateinisch conus ‚Kegel’) bezeichnet die fortschreitende Ausdünnung und kegelförmige Verformung der Hornhaut des Auges.

Diese Augenkrankheit zeigt sich immer beidseitig, kann aber je Auge unterschiedlich ausgeprägt sein oder überhaupt nicht symptomatisch werden. Die Betroffenen sind in der Regel kurzsichtig. Diese Kurzsichtigkeit kann jedoch aufgrund der irregulären Hornhautvorwölbung nicht vollständig mit einer Sehhilfe korrigiert werden.

Die Ursache für diese krankhafte Veränderung der Hornhaut ist bis heute nicht bekannt. Es wird von einer genetischen Veranlagung ausgegangen. Ein Keratokonus verursacht in der Regel keine Schmerzen. Das Fortschreiten dieser Hornhautveränderung lässt sich, je nach Stadium, mit einem chirurgischen Eingriff und speziell angefertigten Kontaktlinsen aufhalten.

Gefahr: akuter Hydrops
Die bei einem ausgeprägten Keratokonus sehr dünne Hornhaut kann einreissen und zu einer plötzlich auftretenden Sehverschlechterung und Schmerzen führen. Durch den Einriss kann Kammerwasser in die Hornhaut einfließen und diese trüben. Dies wird als akuter Hydrops bezeichnet und stellt einen augenärztlichen Notfall dar, der eine umgehende Behandlung erfordert. Selten kann eine sehr ausgedünnte Hornhaut auch bei Gewalteinwirkung, wie beispielsweise einem Schlag aufs Auge oder im Rahmen eines Unfalls, reissen.

Die möglichen Folgen:
• verzerrtes, verwischtes Sehen
• Doppelkonturen, Mehrfachbilder, Doppelbilder
• Licht- und Blendempfindlichkeit
• eingeschränktes Sehen in der Nacht und in der Dämmerung
• „Schlieren“ beim Lesen von Buchstaben und Zahlen

Behandlungen

Mit speziellen formstabilen Kontaktlinsen sowie Sklerallinsen kann das Fortschreiten des Keratokonus sowie deren Veränderung relativ gut ausgeglichen und eine sehr gute Sehleistung erzielt werden. Bei über 80 % der Karatokonus-Patienten/innen wird die Sehleistung konstant erhalten. Durch eine Vernetzung der Hornhautfasern (corneales cross-linking) kann in vielen Fällen ein stabiler Befund erzielt werden. Wir beraten Sie gerne.

Bei fortschreitender Entwicklung des Karatokonus kann auch mit Spezial-Kontaktlinsen keine gute Sehschärfe mehr erzielt werden. Die Sehleistung wird sich sogar reduzieren. In diesen Fällen empfehlen wir eine Hornhaut-Operation,  eine Hornhaut-Transplantation oder das Anbringen eines Intrastromalen Ringsegments. Diese Behandlungsmethoden können oft die Irregularität des Keratokonus reduzieren und somit einer kontinuierlichen Verschlechterung vorbeugen. Beim Keratokonus ist nur die Hornhaut betroffen, nicht aber das übrigen Auge und daher kann durch den richtigen Eingriff die Sehleistung sehr hoch gehalten werden.